Leopoldstr. 94, 80802 München, Germany
+49 89 414 17 44 22

10.000 ist (noch) eine Nummer zu groß

Die in unserem letzten Infoletter erwarteten hohen Schwankungen haben uns auch diese Woche begleitet. Die Indizes spielten Ping Pong zwischen entsprechenden Levels. 

Der DAX begann am Montag schwach und fiel direkt auf 9.400 Punkte um noch am selben Tag ein 400 Punkte Reversal an den Tag zu legen. Experten sprachen an diesem Tag vom Effekt des “Window Dressing”. Dies tritt meist zum Ende eines Quartals auf, um die entsprechende Performance “aufzuhübschen”. Im Anschluss probierte sich der Index wie bereits letzte Woche an der 10.000er Marke, um dann daran zu scheitern. Nach einer Rally von fast 2.000 Punkten innerhalb einer Woche war diese Hürde dann vorerst doch zu groß. Gewinnmitnahmen drückten den Index zum Schluß auf 9.500 Punkte. Das gleiche Bild zeigte sich ebenfalls in den US Indizes

Für Schlagzeilen sorgte der, in den letzten Monaten geprügelte, Ölpreis. Dieser fiel seit Jahresanfang um -67%. In dieser Woche, konnte dieser sich stark erholen, nachdem Meldungen über Verhandlungen zwischen Russland und Saudi-Arabien im Streit um die Förderung, die Runde machten. Ebenso erwägen die Staaten, die Fördermenge zu kürzen. 

Nun fragt man sich zurecht, warum man sich über einen steigenden Ölpreis freuen sollte?

Die Antwort ist relativ einfach: Je mehr der Ölpreis fällt, umso mehr steigt das Risiko der Deflation. Eine Deflation ist mindestens genauso gefährlich wie eine Inflation; wenn nicht sogar gefährlicher, da die Notenbanken dann kaum Instrumente haben, welche sie einsetzen können. Im Kreislauf der Deflation erzeugt fallende Nachfrage, fallende Preise. Dies führt zu Zahlungsproblemen der Firmen aufgrund fehlender Einnahmen. Durch die fehlenden Einnahmen kommt es zu Insolvenzen von Firmen und Arbeitslosigkeit. So schließt sich dann der Kreislauf und man gelangt wieder zur fehlenden Nachfrage. Mit kurzen Worten: Ein Teufelskreis

Mit einem Negativrekord sind in den USA die Daten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ausgefallen. Die Zahl belief sich auf 6,648 Millionen, teilte das US-Arbeitsministerium am Donnerstag mit. In der Vorwoche waren es bereits 3,307 Millionen Erstanträge. Die Corona-Pandemie schlägt auch nun voll auf den US Arbeitsmarkt ein, nachdem die Vereinigten Staaten an Nummer 1 der Liste rangieren was die Anzahl der Infektionen angeht. 

Trotz der explosiven Nachrichtenlage hielt sich das Minus in den Indizes (für aktuelle Verhältnisse) im überschaubaren Bereich. 

Scroll to top