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Chinesischer Maskenball

China spielt “Offenheit” vor

Spätestens nach der abgelaufenen Woche sollte auch dem Letzten klar geworden sein, dass sich hinter China ein durch und durch kommunistisches Regime verbirgt, welches “Offenheit” vorspielt, in Wirklichkeit aber maximal in die Wirtschaft, Bildung sowie Unternehmen eingreift – zum Leidwesen der Unternehmen und jeweiligen Aktienkurse.

Extreme Unterschiede im Land

Mit der neuen Bildungsreform in China dürfen Unternehmen wie beispielsweise Nachhilfeinstitute kein Geld mehr verdienen und auch nicht an die Börse gehen. Dies hört sich vielleicht zunächst etwas banal an um fallende Aktiennotierungen zu rechtfertigen, jedoch ist gerade der Bildungsmarkt in China eine enorm große Branche. In China ist der Leistungsdruck, nicht nur aufgrund der sozialen Hintergründe und kultureller Unterschiede, im Vergleich zu Europa extrem hoch. Mit ihrer Strategie, sich immer weiter in die Unternehmensbelange einzumischen sowie Verbote einzelner Geschäftsfelder zu untermauern, verschreckt die chinesische Regierung jeden noch so optimistischen Investor. Leidtragende waren in dieser Woche vor allem die großen chinesischen Unternehmen wie Alibaba, BAIDU, JD oder Tencent.

Andernorts alles gut

Abseits von Fernost war die Stimmung an den Märkten bis Donnerstag ausgezeichnet. Die Berichtssaison verlief sehr erfreulich mit einer Flut von positiven Unternehmensmeldungen. Bis auf ein paar wenige Ausnahmen lagen die Quartalszahlungen über den Erwartungen gepaart mit deutlichen Prognoseanhebungen.

Amazon enttäuschte

Den Anlegern in die Suppe spuckte dann aber nach Börsenschluss vor allem Amazon. Das Unternehmen vermeldete deutlich schlechtere Zahlen im Umsatz als von Analysten erwartet und schraubte den Ausblick nach unten. Auf der anderen Seite lieferte Facebook top Zahlen im Umsatz und Gewinn, konnte aber den Markt trotzdem nicht zufrieden stellen. Gleiches Bild zeigte sich bei den Earnings von Apple. Einzig Alphabet überzeugte auf ganzer Linie und konnte in dieser Woche zulegen.

Die Tech “Big Five” spielten nicht mit

Wenn die “Big Five” aus dem Techsektor nicht liefern und fallende Kurse zu Buche stehen, drückt es im allgemeinen stärker auf die Indizes und die allgemeinen Börsenstimmung. Somit gab es in dieser Woche, trotz überwiegend sehr guter Quartalszahlen, einen deutlichen Dämpfer auf die ansonsten gute Laune der Anleger.

In der KW 30 hatte die ISM-Ökostar-F Strategie eine Entwicklung von -0,3% gegenüber der Vorwoche.
In der KW 30 hatte die ISM-Defensive-F Strategie eine Entwicklung von +0,3% gegenüber der Vorwoche.
Die ISM-Balanced-F hatte eine Entwicklung von +/-0% gegenüber der Vorwoche. Die ISM-Growth-F von -0,6%
ISM-Balanced-S hatte eine Entwicklung von +0,2%. Die ISM-Growth-S -1,6% gegenüber der Vorwoche.
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