Leopoldstr. 94, 80802 München, Germany
+49 89 414 17 44 22

Labels, Zertifikate, Nachrichten und das Land der unsichtbaren Hand

„Hier steht es schwarz auf weiss gedruckt“ gibt es nicht mehr.
Zeitungen, Soziale Medien, Bücher, Fernseh- und Radioprogramme, Podcasts, Youtube-Kanäle, etc etc… nie war es so leicht Informationen zu publizieren und zu verbreiten wie heute. Und nie wurde so viel Information erschaffen wie heute.

Es zählt die Quelle, nicht das Medium. Wer schreibt oder spricht hier? Welche Interessen treiben diese Person? Wer profitiert von bestimmten Informationen? Mit diesen Kriterien im Hinterkopf sollten wir sämtliche Informationen aufnehmen, mit denen wir konfrontiert werden.

Ein Experiment zum Mitmachen:
Schauen Sie sich mal den Facebook Feed eines Freundes oder Bekannten an, der/ die nicht Ihrer politischen Gesinnung ist (Man kann ja trotz Meinungsverschiedenheiten befreundet sein 🙂 ). Sie werden staunen, was Sie da zu sehen bekommen. Sie werden mit einer komplett neuen Realität konfrontiert, mit „Fakten“, die mit „Ihren Fakten“ erstmal nichts zu tun zu haben scheinen.

Die Welt ist nicht schwarz/ weiss. Alles hat mehrere Seiten die man von vielen Perspektiven aus betrachten kann. Selbst Covid-19 hat vermeintlich positive Effekte. So verwundert es auch nicht, dass Bayer oder BASF sich mit „sustainable“ und „corporate reponsibility“ schmücken, die „traditionell“ als Gegensatz von alledem gehandelt werden. Shell z.B. hat viele lobenswerte Programme im Sektor der nachhaltigen Energiegewinnung und BP ist sogar äusserlich grün, nicht zuletzt aufgrund des hohen Drucks der Öffentlichkeit und – hier schliesst sich ein Kreis – der „Presse“.

Um Klarheit zu schaffen, gibt es jede Menge Zertifikate. Zum einen sind diese Zertifikate teuer, zum anderen als Marketing Instrument gespickt mit Interessen – wirtschaftlichen sowie politischen und sogar sozialen. Das ist bei Öko-Lebensmittel-Zertifikaten nicht anders als bei ESG Zertifikaten. Da gibt es private Rating Agenturen (S&P, MSCI Inc., etc.) für Wertpapiere genauso wie es private Zertifizierer für Lebensmittel (EcoCert, Demeter, etc.) gibt.

Öffentliche Labels (Bio-Siegel, z.B.) sehen sich weniger wirtschaftlichem als sozialem Druck ausgesetzt. Oder im Falle neoliberaler, 100% kapitalistischer Politik wie in den USA wird eben wieder mehr auf die „unsichtbare Hand“ – „the invisible hand“ von Adam Smith aus dem Jahre 1776 gesetzt.

Aber was sich hinter jedem Sticker, jeder Nachricht, jedem Unternehmen verbirgt und wie man dazu steht, müsste jeder selbst im Detail entscheiden, was den eigentlichen Sinn und Zweck von Zertifikaten und Nachrichten zunichte macht, zumindest zum Teil.
Deshalb tun wir das für Sie im Fall von Aktien, Fonds, ETFs und sonstigen Wertpapieren. Der Unterschied? Wir sind für Sie erreichbar. Wir stehen Ihnen Rede und Antwort. Wir setzen uns mit Ihnen zusammen und gehen auf Ihre Wünsche und Vorstellungen individuell ein.

Und jetzt wünsche ich Ihnen viel Spass bei der Lekture des fogenden Beitrags aus dem Handelsblatt: Wie die US-Regierung die nachhaltige Geldanlage bekämpft.

Scroll to top