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Liquiditätsbombe aus China zerlegt Sorgen um Corona-Virus

Blickt man auf den Verlauf der Börsen in dieser Woche, so könnten man den Anschein haben, man hätte ein Medikament bzw. Impfung gegen den Corona-Virus entdeckt. 

Die Ursache ist jedoch eine völlig andere: China vermeldete, Milliarden von Dollar in den Markt zu pumpen und seine Wirtschaft zu stützen

Nachdem letzte Woche die Notierungen deutlich negativ waren, eröffneten die chinesischen Börsen am Montag (nach fast zweiwöchiger Pause) mit einem Abschlag von 9%. Diese Abwärtsbewegung kam nicht wirklich überraschend. China holte einfach das nach, was die anderen Indizes bereits vorweg genommen hatten. Die Börse hasst grundsätzlich Unsicherheit. Ergo war es eben diese Unsicherheit, bezüglich der Auswirkung des Virus auf die Realwirtschaft, welche die Märkte letzte Woche in Nervosität versetzte. 

Bei Ängsten und Unsicherheiten benötigt es dann entsprechende Maßnahmen. Diese ergriff die Notenbank Chinas mit der Ankündigung, nicht nur direkt 21 Milliarden Dollar in den Kapitalmarkt zu investieren, sondern auch insgesamt 174 Milliarden Dollar in die Wirtschaft zu pumpen. 

Kurz gesagt: Bei “Liquiditätsbomben” dieser Art, verliert auch der stärkste Virus seine Wirkung an der Börse.

Positiv zur Stimmung beitragen konnte die US-Berichtssaison. Die Mehrheit der Unternehmen konnte die von den Analysten erstellten Prognosen übertreffen. Der NASDAQ erreichte ein neues Allzeithoch und auch allgemein war die Stimmung so gut, dass der DAX die Verluste aus der Vorwoche nahezu komplett egalisieren konnte.

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