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“Made in Germany” gilt als Qualitätsmerkmal. Leider ist dies im Bereich Aktien schon seit langem nicht mehr der Fall. 

Betrachtet man die Entwicklung der Aktienkurse deutscher Unternehmen, so wird deutlich, dass viele Titel noch weit unter ihrem Allzeithoch notieren. Würden Sie auf Anhieb glauben, dass Firmen wie beispielsweise eine “grundsolide” Allianz, Daimler, Bayer oder E.ON mehr als 50% unter ihrem Allzeithoch liegen? Nein?

Dann werfen Sie einen Blick auf folgende Übersicht: 

Quelle: Deutsche Börse, eigene Recherche;
*Die Differenz lässt Dividendenzahlungen unberücksichtigt!

Dies waren nur 4 Beispiele aus den aktuell 30 Aktien, die sich im DAX befinden. Die Liste lässt sich weiterführen mit dem gleichen Ergebnis. Nur wenige Aktien (Beiersdorf, SAP, Merck KgAa, adidas und Vonovia) erzielten vor dem Corona-Crash ein neues Allzeithoch. 

Auch der DAX-Kursindex, welcher OHNE Dividenden berechnet wird und im Vergleich zu anderen Indizes wie Dow Jones oder EUROSTOXX 50 als fairer Vergleich dienen sollte, hat sein Allzeithoch im Jahr 2007 markiert. Somit gab es “eigentlich” KEIN neues Allzeithoch am deutschen Aktienmarkt im Jahr 2020. 

Die Entwicklung zeigt deutlich, dass: 

  1. Deutschland es seit mehr als einem Jahrzehnt nicht fertig bringt, aufgrund von fataler Wirtschaftspolitik, echte Marktführer und innovative Unternehmen rauszubringen.
  1. unter den 100 wertvollsten Unternehmen der Welt (gemessen nach Börsenwert) es mit SAP nur 1 (!) deutsches Unternehmen gibt.
  1. Anleger zwingend weltweit und diversifiziert in verschiedene Länder und Branchen investieren müssen.

Leider wird die aktuelle Krise mit großer Wahrscheinlichkeit rund um Corona diesen negativen Trend bei deutschen Unternehmen beschleunigen, da vor allem die Industrie (Autos, Chemie, Maschinenbau) die Kernbranchen der deutschen Wirtschaft darstellen.

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