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Politische Börsen und die kurzen Beine

Etwas abgedroschen aber doch einmal mehr Fakt, dass politische Börsen kurze Beine haben wenn es um die Entwicklung am Aktienmarkt geht, wurde in dieser Woche eindrucksvoll bewiesen. Mit dieser Floskel bezeichnet man an der Börse die Phasen, in denen es politisch hoch her geht und die Kurse entsprechend stark schwanken. So gesehen – und von uns bereits letzte Woche antizipiert – kann der Iran Konflikt den Aufwärtstrend nur kurzfristig stoppen. Die Börsen markierten erneut neue Hochs.

Anfang der Woche kam die “Antwort” bzw. “Vergeltung” des Irans auf die Tötung ihres Generals durch die USA. Es wurden Raketen auf einen US Stützpunkt im Nachbarland Irak abgefeuert. Während die Iranis von 80 toten US Soldaten sprachen, wurden seitens der USA und anderen Medien nur Sachschäden vermeldet. Diese Aktion, welche in der Nacht zum Mittwoch durchgeführt wurde, ließ den Goldpreis und den Ölpreis auf neue Hochs ansteigen, während die Futures auf Aktienindizes deutlich fielen. 

Letztendlich, beruhigte sich die Lage sehr schnell. Donald Trump berief eine Pressekonferenz ein auf der sich schnell moderate Töne einspielten. Im Konsens hieß es: Weder der Iran, noch die USA wollen einen Krieg. Auch der Absturz einer ukrainischen Fluglinie über dem Iran konnte der Erholung und Aufwärtsbewegung nichts anhaben. Auch hier gab es widersprüchliche Aussagen. Der Iran meldete einen technischen Defekt der Boeing, die USA und Kanada einen gezielten Abschluss. Letztendlich verloren mehr als 170 unschuldige Menschen ihr Leben (was eigentlich das Tragische an der ganzen Sache ist), dies aber in den Medien weniger Beachtung fand als die Frage, ob die Situation eskaliert. 

Die Situation ist nicht eskaliert. Im Gegenteil: Gold & Öl kamen deutlich zurück, Aktien wurden wieder verstärkt gekauft. Neue Allzeithochs in den USA standen auf der Tagesordnung und selbst der DAX steht nun kurz davor, ein neues Allzeithoch zu markieren. Dies wird, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit, in den kommenden Wochen erfolgen.

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