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Rückblick 1. HJ 2022

Rückblick 1. HJ 2022:
Der Sturm war auf der Wetterkarte sichtbar!

Ausblick = Rückblick

Besser hätte unser Jahresausblick für das Jahr 2022 gleich im ersten Absatz nicht ins Schwarze treffen können. Mit der Aussage: “Wir gehen davon aus, dass 2022 anspruchsvoller, da volatiler, wird.” war aufgrund der fundamentalen sowie charttechnischen Situation ein schwieriges Jahr quasi vorprogrammiert. Nun trafen rückblickend (fast) alle Annahmen und mögliche Risiken ein – überraschend schnell im Nachhinein. Nichtsdestotrotz sind ALLE Szenarien und vorher analysierten Kursziele bei allen Basiswerten (DAX, NASDAQ, Öl und Gold) eingetroffen. Grund zur Freude ist das allerdings nicht, da es vor allem die negativen Szenarien waren, welche eintrafen.

2022 unter den negativsten der letzten Jahrzehnte

Für Aktionäre und Vermögensverwalter war das Jahr 2022 bisher eines der nervenaufreibendsten der letzten Jahrzehnte. Untermauert wird dies, durch die negative Entwicklung der Indizes, welche die schlechteste Halbjahresentwicklung seit langem ausweisen. Die Gründe sind recht schnell erklärt. Steigende Inflation (welche durch den Krieg beschleunigt wurde) und dadurch steigende Zinsen und aggressives Vorgehen der Notenbanken.

Tech-Titel voran, andere ziehen nach

Der größte Verlierer unter den Asset-Klassen waren allen voran die Technologieaktien, aber auch Industrietitel, während Versorger und Konsumgüter Aktien die ersten Monate des Jahres recht gut überstehen konnten. Nichtsdestotrotz kamen ab Mai auch diese Aktien unter die Räder. Gold und Öl weisen per 30.6.2022 noch ein knappes Plus aus. Beide Basiswerte kamen aber deutlich von ihren Hochs im März zurück.

Der Sog ergreift auch Aktien-Vermeider

Wie speziell das Jahr 2022 ist, zeigt die Entwicklung in den sonst defensiven Anleihen. Dies ist von dem her speziell, da ein Anleihen-Investor bewusst den Aktienmarkt meidet, um keine hohen Kursschwankungen ausstehen zu müssen und das Risiko meidet. Wenn nun ein defensives Portfolio Abschläge von durchschnittlich -10 % in Kauf nehmen muss, so kann zweifelsfrei behauptet werden, dass kein Auge trocken blieb und mit Ausnahme von Cash (welches durch die Inflation garantiert weniger wird) man schwer positive Performance erwirtschaften konnte.

In jeder Krise steckt eine Chance

Wie so oft in der Vergangenheit bieten Kursabschläge in dieser Größenordnung immer die besten Chancen, weshalb das zweite Halbjahr positiver verlaufen sollte als die ersten 6 Monate des Jahres 2022.

Die Gründe sind hier vor allem auf der Inflationsseite anzusiedeln, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit abnehmend sein sollte, da der Ölpreis sich seit Monaten rückläufig bewegt. Der Krieg in der Ukraine ist in den Märkten mehr oder weniger eingepreist und auch die Zinserhöhungen sind relativ stark bereits vom Markt verdaut. Sollten nun die Inflationsraten deutlich zurückgehen, so nimmt dies ebenso den Druck auf die Zinsen. Ergo ist das größte Störfeuer der letzten Monate vom Tisch und ausgerechnet die in diesem Jahr so verprügelten Technologieaktien sollten ihr Comeback erleben.

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