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Seit Monaten der gleiche Depotstand – Die Börse in Schockstarre?

Seit einer gefühlten Ewigkeit sehen wir weder Auf noch Ab in unseren Depots. Es geht mal 3% nach oben, dann wieder 2% nach unten, wir gewinnen mal 4%, dann verlieren wir wieder 5%, nur um am Ende da zu sein, wo wir vorher schon waren.

Im Börsenjargón nennt man das “Seitwärtstrend”. Es gibt Phasen an den Finanzmärkten, die einen klaren Aufwärts- oder Abwärtstrend aufzeigen. In diesen Phasen kann man von den Schwankungen profitieren.
Die sogenannten Seitwärtsbewegungen sind hingegen schwer nutzbar.

Nachdem wir dieses Jahr Corona-bedingt extreme Abwärtsbewegungen und eine folgende Aufwärtsbewegung erleben durften – oder mussten, je nachdem wie man als Anleger aufgestellt war – scheint der Markt in einer gewissen Warteposition zu sein.

Vielleicht ist es auch noch eine Art Schockstarre, weil wir uns zwar an Covid-19 gewöhnt haben, aber letztendlich immer noch nicht wissen, wie es mittelfristig weitergehen wird.
Geht es nach der langen Geraden wieder Aufwärts?
Wenn ja, was befindet sich hinter dem Hügel am Horizont?

Unternehmen, Gesetzgeber und Menschen nutzen die Zeit, um sich neu aufzustellen (Gesetztgeber sind auch Menschen, ja, aber Sie wissen, was ich meine). So kalt wie im März wird uns eine evtl. neue Welle nicht wieder erwischen.
Home-Offices sind eingerichtet und haben mit oder ohne Corona unsere Arbeitswelt nachhaltig verändert.
Unser Konsumverhalten hat sich stark digitalisiert, was sich bereits extrem positiv auf Unternehmen wie Amazon, Alphabet, Facebook, etc. aber auch auf Lieferdienste aller Art (siehe Delivery Hero) ausgewirkt hat.
Wo und wie werden Menschen in Zukunft leben? Prioritäten, Wünsche und Bedürfnisse verändern sich gerade stark.

Mein Blick hinter den Hügel:

Wir werden uns wie ein nasser Hund, der beim Jagen ins Wasser gefallen ist, schütteln und weiterjagen. Wir werden etwas anders Jagen als vorher:

  • neue Strategien nutzen
  • teilweise andere Ziele verfolgen und
  • auch mal gewollt eine Abkühlung im Teich suchen.

Diese Veränderung richtig einzuschätzen wird entscheiden, wohin sich unser Depot nach dem ersten Corona-Schrecken hin bewegt.
Was die Veränderung aber zweifellos bringt, sind Chancen.

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