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Sell the rumor, buy the facts

Nervosität 2.0

Nachdem letzte Woche die Nervosität am Limit schien, explodierte diese regelrecht an den Märkten, nachdem Russland, entgegen der Erwartungen von den meisten Beobachtern, in die Ukraine einmarschierte. An dieser Stelle wird auf einen Kommentar zu den politischen Ereignissen bewusst verzichtet, da das Thema in den Medien omnipräsent war und ist, sodass jeder sich selbst seine Meinung bezüglich des Verlaufs bilden kann.

„Verkaufe Gerüchte, kaufe Fakten“

Was feststeht, ist, dass sich das Sprichwort „sell the rumor, buy the facts“ einmal mehr bewahrheitet. Konkret bedeutet dies, dass die Börse auf Unsicherheiten und „Gerüchte“ sehr allergisch reagiert. In 2022 sind es vor allem, wie in den letzten Wochen in unserem Infoletter beschrieben, nur Gerüchte und Spekulationen auf die Zinspolitik der US-Notenbank, aber auch Spekulationen um einen möglichen Krieg in der Ukraine. Letzteres trat ein und schockte erstmal massiv die Märkte. Die Indizes gaben zunächst weltweit stark nach (insbesondere der russische Aktienmarkt) während Öl und Gold förmlich im Kurs explodierten.

Krisenverhalten an der Börse immer ähnlich

Etwas Vergleichbares war auch 2016 mit dem BREXIT zu sehen. Ein unerwarteter Schock, welcher damals die Kurse in den Keller schickte, Wochen später die Kurse aber genau dort standen wie vor der Meldung. Bezeichnenderweise versteht der Großteil der Anleger nicht, warum die Kurse dann im Anschluss stark steigen, während doch alles drumherum so katastrophal erscheint. Kurzfristig denkende Investoren mit zittrigen Händen verkaufen (meist im Tief) ihre Positionen, während der Umstand den Langfristanleger recht wenig interessiert und dieser sogar Kaufchancen sieht.

Nichtsdestotrotz wurden unsererseits die letzten Wochen höhere Schwankungen erwartet. Auch die erwartete Bodenbildung in den Indizes wurde durch die News kurzfristig gestört. Vor allem der DAX machte einen bilderbuchmäßigen Verlauf und 1:1 so wie wir ihn im Vorfeld im Jahresausblick für 2022 beschrieben hatten. Konkret hieß es dort: Wie im wöchentlichen Infoletter oft erwähnt, ist der Bereich um 14.800 eine extrem wichtige Unterstützung für den Index. Sollte der DAX unter diesen Bereich rutschen, ist ein Potenzial bis 14.200/13.800 Punkte möglich

Ruhe bewahren mit höheren Volas

Aufgrund der sehr hohen Volatilität, mit Tagesschwankungen bis zu 600 Punkten am Tag, wurden die unteren Marken nach Bruch der 14.800 recht schnell abgespult. Speziell wenn die Vola erhöht ist, muss man grundsätzlich vorsichtiger mit Stop Loss agieren, um nicht „unglücklich“ aus dem Markt zu fliegen. Unterm Strich drehte der DAX aber genau dort, wo er drehen sollte. Sollte nun Mitte März auch die FED „facts“ liefern, so sollten die Indizes nach einem schwachen Jahresauftakt einen bullischen Verlauf nehmen und bis zum Sommer mit steigenden Kursen glänzen.

In der KW 8 hatte Ihre ISM-Ökostar-F Strategie eine Entwicklung von -0,8% gegenüber der Vorwoche.
In der KW 8 hatte Ihre ISM-Defensive-F Strategie eine Entwicklung von -0,5% gegenüber der Vorwoche.
Die ISM-Balanced-F hatte eine Entwicklung von -3,4% gegenüber der Vorwoche. Die ISM-Growth-F von -3,7%.
ISM-Balanced-S hatte eine Entwicklung von -0,7%. Die ISM-Growth-S -1% gegenüber der Vorwoche.

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