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Unsicherheit belastet (noch)

Nervöse Stimmung, die erstmal anhält

Die (zum Teil abstrusen) Bewegungen und Kursschwankungen am Markt belasten die Indizes und die Nerven der Anleger nun eine weitere Woche. Während die Woche freundlich begann, ließ ein FED Mitglied mit seinen Aussagen am Donnerstag vor allem die Technologie-Aktien bluten. Aktuell herrscht eine extrem nervöse Stimmung vor, welche wahrscheinlich bis Mitte März anhalten wird.

Bodenbildung und Berichte ausgeglichen

Am Montag und Dienstag zeigten sich die Anleger mutig und griffen weiter bei Aktien zu. Die Erholungsbewegung nach der Bodenbildung Ende Januar bzw. Anfang Februar verlief so weit bilderbuchmäßig, nachdem auch die Berichtssaison in den USA im Kern ausgeglichen war, was die Erwartungen anging.

NATO, Russland und Inflation halten USA am Zins-Knopf

Zu Mitte der Woche zeigten sich erste Ermüdungserscheinungen bei den Käufern. Am Donnerstag kam es dann “knüppeldick” nachdem der FED Chef von St. Louis deutlich gemacht hatte, dass die FED die Zinsen deutlich mehr anheben könnte als bislang avisiert. Zuvor war die Inflationsrate in den USA präsentiert worden, welche mit 7.5 % auf dem höchsten Stand seit 30 Jahren liegt. Der noch immer schwelende Konflikt zwischen der NATO und Russland in der Ukraine gab dem Markt in dieser Woche den Rest.

Kursbewegungen ohne konkretes Szenario

Generell haben seit Wochen vor allem Technologie-Aktien einen extrem schweren Stand in diesem nervösen Umfeld rund um die Zinsen. Bereits kleine Enttäuschungen und Abweichungen vom erwarteten Ergebnis zieht aktuell Kursbewegungen nach sich, welche eigentlich nur aus Crash-Szenarien bekannt sind wie beispielsweise der 11. September, Pleite von Lehman, BREXIT, EURO-Krise, Fukushima oder eben COVID19. Bemerkenswerterweise haben wir aktuell keinen solchen Umstand, welcher solche Bewegungen rechtfertigt. Es sind schlichtweg nur Spekulationen um die Zinsen. Mehr nicht.

Übertriebene“ Kursverluste

Bestes Beispiel für übertriebene Bewegungen lieferte hierzulande die Aktie von Delivery Hero. Nachdem der Konzern im Ausblick enttäuscht hatte, fiel die Aktie in dieser Woche um -40 %. In den USA präsentierte GoodYear robuste Daten, allerdings leicht schlechter als erwartet, sodass es für den Titel um -30 % in den Keller ging.

An der Börse gilt die Devise: Der Markt hat immer recht. Nun, so wie er die letzten Jahre teils nicht recht hatte bei einigen Kursen von Unternehmen, welche zu Mondpreisen gehandelt worden sind, so ist auch die aktuelle Situation schlichtweg übertrieben.

Jetzt Nerven bewahren

Auch wenn ggf. noch 4 harte Wochen anstehen sollten gilt es als Anleger besonders hier die Nerven zu bewahren und den langfristigen Ausblick nicht aus den Augen zu verlieren. So schnell die Kurse aktuell auch fallen, so schnell steht auch wieder eine Erholung an. Die o.g. Crashs waren das beste Beispiel dafür, dass schnell fallende Kurse sich ebenso schnell wieder erholen. Abgesehen davon, dass man aktuell in 2022 allgemein und in der Breite NICHT von einem Crash sprechen kann, sondern eher einer stärkeren Konsolidierung, auch wenn es in einzelnen Aktien danach aussieht.

In der KW 6 hatte Ihre ISM-Ökostar-F Strategie eine Entwicklung von -0,9% gegenüber der Vorwoche.
In der KW 6 hatte Ihre ISM-Defensive-F Strategie eine Entwicklung von -0,2% gegenüber der Vorwoche.
Die ISM-Balanced-F hatte eine Entwicklung von -0,7% gegenüber der Vorwoche. Die ISM-Growth-F von +0,1%.
ISM-Balanced-S hatte eine Entwicklung von +0,1%. Die ISM-Growth-S -0,5% gegenüber der Vorwoche.

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